Traumhochzeit für Romantiker: Heiraten in Schottland

Immer mehr Brautpaare heiraten in Schottland. Wer die unberührte Natur liebt, ein Faible für alte Schlösser hat und Tradition und Moderne verbinden will, sollte auf der grünen Insel den Bund fürs Leben schließen.

Schottland – für viele Menschen ist das gleichbedeutend mit Männern, die karierte Röcke tragen und seltsame Musikinstrumente spielen. Doch das Land im Nordwesten von Europa hat viel mehr zu bieten als das: Die Landschaft ist atemberaubend schön. Schottland hat eine Vielzahl alter Burgen und Schlösser zu bieten, die nicht selten günstige Übernachtungsmöglichkeiten für Touristen bereithalten. Verwunschene Seen und Täler verbreiten einen geheimnisvollen Zauber, dem man sich nur schwer entziehen kann. Kein Wunder, dass Schottland in den vergangenen Jahren zum Heiratsparadies für Verliebte aus dem europäischen In- und Ausland geworden ist.

Egal, ob die Trauung ganz klassisch in einer Kirche, auf dem Standesamt, am Strand oder in einem der unzähligen Herrenhäuser stattfinden soll – Schottland ist die ideale Hochzeitskulisse für unverbesserliche Romantiker. Heiraten in Schottland ist gar nicht so kompliziert: Für eine Trauung wird lediglich ein gültiger Reisepass, eine Aufenthalts- bzw. Meldebescheinigung, eine internationale Geburtsurkunde, ein Ehefähigkeitszeugnis und eine sogenannte Marriage License benötigt. Wer geschieden oder verwitwet ist, benötigt zusätzlich ein rechtskräftiges Scheidungsurteil oder die Sterbeurkunde des früheren Partners.

Wichtig ist, dass alle Dokumente in beglaubigter englischer Übersetzung vorliegen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich vorab bei dem zuständigen Standesbeamten zu informieren, ob er auf dem Beisein eines Dolmetschers besteht. 21 Tage vor dem schönsten Tag in ihrem Leben sollten die angehenden Eheleute die erforderlichen Dokumente beim Standesamt eingereicht haben.

Wenn alle bürokratischen Hürden genommen sind, ist es sinnvoll, sich mit den traditionellen schottischen Hochzeitsbräuchen vertraut zu machen. Heiraten in Schottland funktioniert nämlich anders als eine durchschnittliche Trauung in Deutschland. So ist es in einigen Teilen des Landes Sitte, dass der Vater der Braut einen Schuh nach dem Brautpaar wirft. Diese ungewöhnliche Tradition ist ein Symbol dafür, dass die Verantwortung für die Braut mit der Eheschließung vom Brautvater auf den Bräutigam übergegangen ist.