Trockene Augen bei längeren Bildschirmarbeiten

Bei eintönigen, oder meist langzeitlichen Arbeiten oder Betrachten von Bildschirmen passiert es meist sehr schnell, dass man trockene Augen bekommt. Die Sehkraft und die Konzentration lässt nach und man fühlt sich müde.

Die Arbeit am Bildschirm, das Betrachten von Bildern, Texten oder Filmen auf entsprechenden Monitoren auf relativ kurze Distanz kann bei vielen Menschen schnell trockene Augen bewirken. Verursacht wird dies zum größten Teil durch die relativ geringe Augenbewegung und durch die wenigen Augenliedschläge. Die Tränenflüssigkeit wird kaum noch über die Hautschicht des Auges verteilt und auch die eigentliche Produktion der Flüssigkeit ist herabgesetzt. Trockene Augen beginnen schnell zu schmerzen oder zu jucken. Durch die mangelnde Feuchtigkeit und auch desinfizierende Wirkung der nun fehlenden Tränenflüssigkeit können sich Bakterien und Staub auf dem Auge niederlassen und zu Unwohlsein beim Sehen führen. Das führt neben den physischen Problemen auch zu Psychischen wie mangelhafte Konzentration oder Gereiztheit. Dadurch lässt die Arbeitsleistung zumeist stark nach und auch man selber fühlt sich alles andere als wohl.

Der Effekt tritt am stärksten bei Kathodenstrahlröhren, oder anders bezeichnet bei Röhrenbildschirmen, auf. Modernere Bildschirme auf LED- oder LCD-Basis erzeugen keinen gerichteten Elektronenstrahl, der Staubpartikel direkt auf die Augen schießt. Auch die Strahlungsmenge ist auf das sichtbare Licht reduziert und somit für das Sehen freundlicher. Dadurch kann man an einem moderneren Bildschirm besser und auch länger arbeiten oder etwas betrachten, als an älteren Röhrenmonitoren. Trockene Augen können aber auch hier nicht ganz vermieden werden. Dennoch ist ein Austausch von Monitoren der alten Generation anzuraten, schon aufgrund der Stromersparnis.

Abhilfe schafft unter anderem das regelmäßige bewusste Augenzwinkern. Beim Zwinkern wird neue Tränenflüssigkeit über die Linse gespült und der Liedschlag entfernt Fremdkörper aus dem Auge. Beim konzentrierten Betrachten von Bildschirmen wird dieser Reflex meist unterdrückt und es kommt zu keiner Reinigung. Eine andere Möglichkeit der Müdigkeit und mangelnden Konzentration entgegen zu wirken, ist die Verwendung von spezieller künstlicher Tränenflüssigkeit, die ins Auge geträufelt wird. Somit wird das Auge künstlich befeuchtet und wird so auch gereinigt. Ebenfalls kann es helfen, wenn man bewusste Augenbewegung durchführt und den Blick während der Arbeit auch mal vom Bildschirm abschweifen lässt und somit die Muskeln im Auge wieder entspannt. Kurze Pausen während der Bildschirmarbeit sind unerlässlich, will man sich auch längere Zeit konzentriert und entspannt zugleich den Aufgaben widmen.