Fremdartig und schön: Japan-Reisen immer beliebter

Japan-Reisen konnten sich in vergangenen Jahrzehnten nur wenige leisten - das Land wartet mit netten Menschen, faszinierenden Städten, herrlichen Landschaften und beeindruckender Kultur auf.

Japan ist ein kein Reiseland wie Italien oder Spanien. Die jahrhundertelange Abschottung Japans gegen alles Fremde, die bis weit in das 19. Jahrhundert andauerte, haben in Japan Eigenarten in der Kultur hinterlassen, die faszinierend, manchmal aber auch leicht befremdlich wirken, aber niemals ein Problem darstellen.

Japan auf eigene Faust zu erkunden ist natürlich möglich, aber mit großen Schwierigkeiten verbunden. Denn außerhalb der Stadtkerne gibt es in Japan kaum Straßen- und Wegebeschreibungen in lateinischer Schrift. Auch Stadtpläne sind im Detail nicht gut zu nutzen, weil der ausländische Besucher Japans nun einmal mit diesen Schriftzeichen nicht klarkommen kann. Japaner ihrerseits haben Probleme damit, einem Europäer locker auf eine Frage zu antworten, wenn sie auf der Straße angesprochen werden. Auch heute noch haben nur wenige Japaner Übung, sich in einer fremden Sprache mündlich auszudrücken. Zwar haben Alle Englisch oder auch Deutsch in der Schule gelernt, aber nie frei gesprochen.

Um nicht hoffnungsloser Orientierungslosigkeit ausgeliefert zu sein, ist es ratsam, Japan-Reisen in organisierter Form zu absolvieren. Im Internet bieten zahlreiche Veranstalter solche Reisen an. Besonders beliebt sind Reisen im Frühling zur Zeit der Kirschblüte von März bis April. Jeder Japaner schwärmt von dieser Zeit. Organisierte Reisen bieten zudem den Vorteil, die wirklich malerischen Landschaften und Küstenabschnitte Japans kennenzulernen. Touristen sollten sich bei Japan-Reisen tatsächlich mehr auf die Landschaften und kulturellen Schätze des Landes konzentrieren. Die Großstädte, insbesondere Tokyo, sind so groß und haben so chaotische Verkehrsverhältnisse, dass sie viel Zeit in Anspruch nehmen und strapaziös sind. Doch wer das Einkaufszentrum von Tokyo erleben möchte, muss diese Last auf sich nehmen.

Hokkaido im Norden des Landes eignet sich für Reisende, die schon einmal in Japan waren, und die Eigenarten und Gewohnheiten - auch die Küche des Landes, näher kennenlernen möchten. Die Reiseleiter machen auch vertraut mit einigen Gewohnheiten im Land. Dazu gehören mit Stäbchen zu essen, das System der Verbeugung als Begrüßungsritual, und die Auswahl und der Umgang mit den vielen köstlichen Zubereitungen von Fisch, Fleisch und Gemüse, die Japan zu bieten hat. Der Besuch von buddhistischen Tempelanlagen sollte bei keiner der Japan-Reisen fehlen, hierzu ist insbesondere eine Reise auf den heiligen Berg der Shingon-Schule zu empfehlen.

Tim Kraus